KUNSTSTOFF

17,90€ inklusive 7% MwSt.
KUNSTSTOFF - Roman - Gerrit Jöns-Anders

Roman
326 Seiten
Taschenbuch; mit Siebdruckcover (Neon)
17,90 €
ISBN 978-3-9814175-1-7
Minimal Trash Art (MTA)
erscheint am 20. November 2013

Preis: 17,90€ inklusive 7% MwSt.

Über das Buch
Tags: Liebe, Freundschaft, Kunst und Kommerz

Der (geniale) Dichter Erik und der (namenlose) Erzähler sind beste Freunde. Roter Faden ihrer Geschichte ist eine gemeinsame Lesereise, auf der sich der Erzähler als Tourmanager jedoch nicht nur um die Organisation kümmern muss, sondern vor allem um die Kreativität und Konstitution des psychisch labilen Poeten. Die aufwühlende Tour u.a. durch die Metropolen Berlin, Frankfurt, München und Wien findet immer wieder kleine Pausen auf einem Bauernhof in Ostdeutschland, wo sich Erik einen Rückzugsort geschaffen hat. Alles könnte so seinen Gang gehen, doch dann taucht Eva auf. Eine wieder auflodernde Dreiecksbeziehung stellt die Männerfreundschaft auf die Probe. Als Erik, der sich immer eigenwilliger und provokanter verhält, plötzlich spurlos verschwindet, liegt Unheil in der Luft ...
Kunststoff behandelt den klassischen Konflikt zwischen Auflehnung und Anpassung. Wann muss der Einzelne dem System die Zähne zeigen, wann ist er machtlos? Was macht Geld mit Menschen? Und vor allem: Was macht kein Geld mit Menschen? Natürlich geht es auch um die Liebe - und ihre beiden Schwestern: Hoffnung und Enttäuschung. Was passiert, wenn zwei die eine lieben? Diese grundlegenden Fragen umspielt der Autor mit präziser, aber auch sensibler Sprache, variiert sie, schlachtet sie gekonnt aus – und inszeniert ein mitreißendes Wechselspiel aus Zustimmung und Empörung, aus Sprachlosigkeit und Wortgewalt.
Gerrit Jöns-Anders erweist sich erneut als scharfsinniger Beobachter. Seine Figuren taumeln an filigranen Marionettenfäden auf den großen Knall zu. Die überraschende Wendung ist eine der großen Stärken des Buches.
Kunststoff ist Literatur über Literatur, in bester Tradition eines Philippe Djian oder der Beat-Poeten. Direkt von „unterwegs“ – für eine Generation, die voll unter Dampf steht und der Hören und Sehen vergeht angesichts dessen, was sich um sie herum und mit ihr abspielt.

Pressestimmen:
„Kunststoff“ thematisiert die ständige Reibung der Kunst am Kommerz. (taz, Doris Brand)

Erneut gelingt Jöns-Anders nach seinem vielbeachteten Debüt "Jugendstil" von 2003 ein lebhaftes Stück Literatur über Literatur. Detailliert erlebbar, sprachlich scharfsinnig und so lebendig wie greifbar. (Ultimo Münster)

Erik (eine der beiden Hauptfiguren) ist ein Genie, dem es tatsächlich gelingt, das permanente Murmeln, Plappern, Piepsen, Hupen, und Tippen in unserer heutigen Zeit mit Lyrik zum Verstummen zu bringen.
„Kunststoff“ lebt von detaillierten Beschreibungen und Szenen in einer klaren, präzisen Sprache. (Szene Hamburg, Katharina Manzke)

Der Roman beschreibt die gegenwärtige Literatur-Szene mit realistischem Blick. Literatur über Literatur mit einem Showdown, in der Kultur und Kommerz gnadenlos aufeinander prallen. Ein Buch über die Rastlosigkeit der heutigen Zeit. (Der Freitag, Doris Brand)

Obwohl die Handlung des Romans überschaubar, die Figuren eher nicht zahlreich sind und die Action recht niedrig bleibt, ist man von dem Buch gefangen und will es am liebsten nicht mehr aus der Hand geben.
Ein Schuss aktueller Kulturbetrieb, ein bisschen Gentrifizierung und Berlin-Kritik, etwas Romantik und Waffen und vor allem das Stadt-Land-Ding - darauf lässt sich "Kunststoff" vielleicht zusammenfassen. Die Quintessenz daraus ist aber hohe Reflexivität, die irgendwie auch auf den Leser übergreift.
Erstaunlich, dass ein so leises und sachte erzähltes Buch uns nicht langweilt, sondern im Gegenteil sehr erfüllt. (Echo live, Kerstin Fritzsche)

Jöns-Anders erweist sich wieder als scharfsinniger Beobachter, seine Figuren profitieren davon. Der Mann mit dem roten Basecap überrascht seine Leser mit sensibler Sprache und einem mitreißenden Wechselspiel aus Zustimmung und Empörung, Sprachlosigkeit und Wortgewalt. (NDK.de)

Der Roman groovt in einem synkopischen Rhythmus dahin. (Westfälische Nachrichten) 

Pressetext (Downloaddokument):