Teil 9 der Chronik: 2006

Da gäbe es so ein 17jähriges Wundermädchen. Doch, echt, die kann wahnsinnig gut schreiben und sieht wahnsinnig gut aus. So oder ähnlich berichtete Benjamin Maack uns schon um die Jahrtausendwende herum. Keine 5 Jahre später hatten wir Friederike Trudzinksi auch persönlich kennengelernt und zudem als wahnsinnig sympathisch befunden. Das Ergebnis war “Boris”, ein kleines Büchlein mit wunderbaren sieben Kurzgeschichten. Keine weiteren 5 Jahre später sind Benajmin und Friederike verheiratet. Das Ergebnis ist zwar nicht Boris, aber ein wunderbarer Sohn dann doch. Bei den Weblesungen befindet sich Mia aus dem Buch immer noch in den Top 10: http://www.literaturinhamburg.de/Weblesungen.php

Was war mit TRANSIT, der gemeinsamen Lesereihe von Minimal Trash Art und dem mairisch Verlag? Da ließen wir uns nicht lumpen und achteten darauf, all unsere Energie in ein unterhaltsames Programm zu pumpen. Außerdem musste die geliebte Schilleroper schließen, schnief. Bevor wir im Kulturhaus73 Unterschlupf* fanden, fanden wir für eine Veranstaltung Asyl im ehemaligen Karstadt-Kaufhaus in der Großen Bergstraße. Die Presseinfo las sich so:
“Dzien dobry! TRANSIT ist wieder da! Bevor es mit der Lesereihe im Herbst regelmäßig an einem festen Ort weitergeht, nutzt TRANSIT den Sommer zur Überbrückung und zum Brückenschlag nach Polen. Anlass dieser deutsch-polnischen Umarmung ist die literatur altonale, die in diesem Jahr mit einem Polen-Schwerpunkt aufwartet und TRANSIT ins ehemalige Karstadt-Kaufhaus in die Große Bergstraße 172 nach Altona eingeladen
hat. Auf dem gemeinsamen Transit in östliche Literaturgefilde lesen Dorota Masłowska, Wojciech Kuczok, Artur Becker und Michael Weins meist brandneue Texte. Die Übersetzung der polnischen Texte besorgte Magdalena Ziomek-Beims, die Übersetzungen liest Katja Danowski – außer die von Michael Weins, der schreibt und liest in Deutsch. Weins ist zwar kein Pole, hat aber immerhin zwei Jahre in Polen gelebt und u.a. im Sommer bei einem Bootsverleih gejobbt. Als visuelles Highlight werden Kurzfilme polnischer Filmemacher aus dem Archiv der Kurzfilm Agentur Hamburg e.V. gezeigt.”
* sagte ich Unterschlupf? Als wir sechs Stunden vor Beginn unserer ersten Transit-Lesung dort ankamen – war der gesamte Raum voller Schutt, Werkzeugen, Leitern und Sperrmüll. Bewaffnet mit Schippen, Handschuhen, Müllbeuteln, allen Freunden, die wir auf die Schnelle erreichen konnten und einem brodelnden Fatalismus machten wir uns ans Werk. Hat dann bis zum Einlass alles irgendwie geklappt, aber staubige Kehlen hatten wir doch.

Da gäbe es so etwas wie einen Verlagspreis. Doch, echt, da kann man eine Förderung bekommen. In Form von Geld! Toll, genug vorzuweisen hatten wir inzwischen, genug zum Überweisen nicht, also auf ihn mit Gebrüll! Schnell musste ein Verlagsprogrammheft her. Gut, dass MTA-Mitstreiter Jan Deichner Fotograf ist, ein knallendes Motiv samt Motto war bald gefunden.

Was war der Lohn der nimmermüden Arbeit? Zunächst einmal von Judith Rakers im NDR-Fernsehen angesagt werden. Wer träumt davon? Ob wir oder nicht, Maiken Nielsen hatten einen schönen Bericht über uns und den mairisch Verlag gedreht, da wir beide uns einen der zwei Verlagspreise teilen durften. Jippiieeh! Im bestuckten Saal des Literaturhauses wurde es aber noch besser. Wir erhielten eine schöne Urkunde samt Händedruck aus der Hand der damaligen Kultursenatorin Karin von Welck. Vielen Dank! Und vielen Dank an die Personen der Jury, die sich für uns eingesetzt haben!

Was war der Lohn der nimmermüden Arbeit? Zunächst einmal von Judith Rakers im NDR-Fernsehen angesagt werden. Wer träumt davon? Ob wir oder nicht, Maiken Nielsen hatten einen schönen Bericht über uns und den mairisch Verlag gedreht, da wir beide uns einen der zwei Verlagspreise teilen durften. Jippiieeh! Im bestuckten Saal des Literaturhauses wurde es aber noch besser. Wir erhielten eine schöne Urkunde samt Händedruck aus der Hand der damaligen Kultursenatorin Karin von Welck. Vielen Dank! Und vielen Dank an die Personen der Jury, die sich für uns eingesetzt haben!