Teil 6 der Chronik: 2003

Gleich zu Beginn des Jahres wollten wir dokumentieren, wie hübsch wir sind. Jan Deichner hat das souverän eingefangen:

Gleichzeitig hatten wir aber auch professionelles Bildmaterial für die 5-Jahre-MTA-Geburtstagsveröffentlichung: Streulicht! Ein quadratisches Buch mit Kurzgeschichten und Gedichten*, Fotos von Jan Deichner und einer Musik-CD**.
Streulicht rief mehr Presseresonanz hervor alle bisherigen Bücher zusammen. Es gab Lesungen in der Schilleroper, im Hafenklang und im Kölner Arttheater (ach so: BM und FT, die als eine der Attraktionen lesen sollten, teilten uns wenige Tage vorher mit, dass sie einen Urlaub auf Mallorca gebucht hätten. Damals warf einen so eine Nachricht schon etwas aus der Bahn. Trotzdem: guten Flug und schönes Wetter wünschten wir).
* Texte von: Gerrit Jöns-Anders, Linn Schmidt, Jan Deichner, Friederike Trudzinski, Stefan Boskamp, Konstanze Ehrhardt, Tobias Knobloch, Benjamin Maack, Jan Billhardt, Birgit Utz, Anne Otto, Melanie Reiling, Andreas von Leupoldt
** Musik von: GJA, perm., Sitara, Topdog, Wasserman, SamSam, Tarek, Benjamin Maack, marc frese

 

Irgendwann stellten Konstanze und Melanie Streulicht auch im Radio vor, beim FSK. Zum Glück, denn: Die Sendung hörten Peter und Daniel vom mairisch Verlag, meldeten sich und schlugen gemeinsame Aktionen vor. Eine Lesereihe sollte es werden, stellte sich nach den ersten Treffen und der großen Sympathie heraus. Nils und Chris von der Schilleroper wollten aber erst eine Probeveranstaltung sehen. Praktisch, dass wir gerade den famosen Roman Jugendstil von Gerrit Jöns-Anders rausbrachten, der bekam also eine Premierenlesung, die er verdient hatte. Es war ein toller & voller Abend, der Zuschlag für die Lesereihe Transit stand. Transit sollte sich zu einer äußerst erfolgreichen Lesereihe entwickeln und allen bis ins Jahr 2008 wunderbare Momente bescheren.

Jugendstil war unser erster Roman und nicht nur das, er enthielt auch eine Musik-CD, die der Autor und Komponist zusammen mit befreundeten Musikern (u.a. von Erdmöbel und H-Blockx) eingespielt hatte. Dürfen wir in diesem Zusammenhang betont beiläufig auf die Zeit-Rezension verweisen?:

Freut euch schon mal auf den zweiten Roman von Gerrit Jöns-Anders “Kunststoff”, der im November erscheint!

Dem Mann vom Hafenklang hatte unsere Streulicht-Veranstaltung im März übrigens so gut gefallen, dass er uns auf das Fusion-Festival einlud, wo das Klafenhang einen Hangar bespielte. Die Aufführung dort war … tagsüber und … ungewohnt, mit so wenigen und so stark verstrahlten 24-Stunden-Feier-Menschen. Muss man auch mal gemacht haben. Aber auf der Rückfahrt vom Festival machten wir mit Benjamin Maack aus, einen Gedichtband zu veröffentlichen. Das dauerte zwar noch bis 2004, aber so hat sich die Fusion-Fahrt doch noch gelohnt. (Hatten wir eigentlich schon erzählt, wie wir ihn kennengelernt hatten? Dass wir mal eine Literaturagentin hatten? Nein? Doch! Kati von P. war es, die an einem illustren Tag 1999 zum Slam in den Fools Garden ging und Benjamin Maack sah, hörte, für sehr gut befand und anquatschte. Ein paar Tage später saß er bei uns auf dem alten Sofa und wir sprachen über unser neues Buchprojekt und über einige andere Hamburger Literaten, die etwas planten. Eine Lesereihe oder so. Irgendwas mit “Macht” sollte es heißen. Genaures wusste Benjamin nicht. Und ich erst recht nicht. Aber guter Hinweis … eine Literaturszene gibt es also in Hamburg. Das würden wir uns ganz in Ruhe mal ansehen, aus der Ferne.)

Jetzt aber ist das Jahr 2003 rum, am 27.09.2013 geht es weiter mit 2004. Die Familie freut sich auf euch!