Teil 1 der Chronik: 1998

Pünktlich zum Sommerbeginn am 21. Juni 2013 starten wir mit der digitalisierten Chronik: Alle 14 Tage stellen wir ein Jahr der bewegten Geschichte vor. Freuen Sie sich mit uns auf (teilweise) unveröffentlichte Fotos, die besten Pressezitate, Hörproben, Illustrationen, alle Veröffentlichungen und Exklusivtexte. Also: Film ab!

Die Anfänge waren rau & dilettantisch. Wir hatten uns zwei Plakate ausgedacht, aufgehängt:

und überlegten, wie es weitergehen soll. In einer kalten Januarnacht 1998 saßen wir im Götz von Berlichingen, damals noch eine angenehm spackige Spelunke, heute die Mutter, und beschlossen, einen Verlag für Musik, Texte und Bilder zu gründen. Wir hatten keinen Plan, kein Geld und keine Ahnung, aber egal. Als erstes mussten ein Name & Logo her. Der Name flog uns zu, das Logo schnippelten wir als Kartoffeldruck-Stempel aus. Zack:

Dann quatschten wir alle an, die schreiben konnten, besorgten uns einen Schrottrechner, sortierten die Texte, setzen “Der kalte See” (in Microsoft Word) und gingen in den Copyshop um die Ecke. Damals schon als Autoren dabei: Gerrit Jöns-Anders (s. u.a. “Kunststoff” in 2013) und Stefan Boskamp (s. “Territorium” in 2009). Et voilà:

Unglaublich gut aber waren die Illustrationen, die MR extra für jede Geschichte genau zum freien Platz auf der letzten Seiten der jew. Geschichte passend, zeichnete:

 

Danach ging es ab in den Proberaum, um die sechs Lieder des “die mögliche Aue”-Debuts “Elektrische Lieder” einzuüben, vorher noch schell die Instrumente “lernen”: Gitarre, Bass, M1 + Drumcomputer. Guck mal, bei den Abendblatt-Kleinanzeigen gibt es irgendwo in Farmsen einen Tascam-4-Spur-Kassetten-Rekorder! Kaufen, die Lieder aufnehmen, Stempel & Stoff besorgen. Bitteschön:

Was ist eigentlich Promotion? Keine Ahnung, aber ein schönes DIN-A-4-Plakat, in 20er-Auflage ausgedruckt, sollte es schon sein. Immerhin 5-7 davon klebten wir an ein paar Wände im Schanzenviertel.

So weit & weiter – wir sehen uns 1999 (in zwei Wochen), gell?